Bei uns zählen nur die Fakten: Die wichtigsten Fragen zur BU

Was ist der Unterschied zwischen der gesetzlichen und der privaten Versorgung?

Unsere Berater informieren Sie gerne.

Gibt es eine gesetzliche Grundlage für die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Ja. Der § 172 ff des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG)

(1) Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist der Versicherer verpflichtet, für eine nach Beginn der Versicherung eingetretene Berufsunfähigkeit die vereinbarten Leistungen zu erbringen.

(2) Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.

(3) Als weitere Voraussetzung einer Leistungspflicht des Versicherers kann vereinbart werden, dass die versicherte Person auch keine andere Tätigkeit ausübt oder ausüben kann, die zu übernehmen sie auf Grund ihrer Ausbildung und Fähigkeiten in der Lage ist und die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.

Von dieser gesetzlichen Grundlage darf ein Versicherer nicht zum Nachteil des Kunden abweichen.

Muss ein BU-Versicherer jeden aufnehmen?

Nein. Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist für beide Seiten freiwillig. Gefällt dem Versicherten der Vorschlag der Versicherung nicht, kann er ihn ablehnen. Auch das Versicherungsunternehmen ist nicht verpflichtet, einen Antrag auf Versicherung anzunehmen. Und kann ihn – beispielsweise wegen der Angaben zum Gesundheitszustand – ablehnen.

Was passiert bei einem Wechsel meiner beruflichen Tätigkeit?

Der Wechsel der beruflichen Tätigkeit muss nicht angezeigt werden. Der Vertrag reist sozusagen mit. Es gilt immer die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in Ihrer konkreten Ausgestaltung (ohne gesundheitliche Beeinträchtigung) versichert.

Was passiert, wenn ich meine Beiträge nicht mehr zahlen kann?

Es gibt unterschiedliche Regelungen der Anbieter für die Überbrückung von Zahlungsschwierigkeiten. Unsere Berater informieren Sie hierüber gerne.

Darf die Berufsunfähigkeitsversicherung mir kündigen?

Nein. Ein Versicherer darf den Berufsunfähigkeitsversicherungsschutz nicht kündigen. Das Recht dazu hat er nur in Ausnahmefällen:

  • Bei einer schwerwiegenden Vertragsverletzung durch den Versicherten hat der Versicherer das Recht auf eine außerordentliche Kündigung.
  • Im Falle einer Anzeigepflichtverletzung nach § 19 VVG darf der Versicherer innerhalb eines Monats kündigen oder vom Vertrag zurücktreten.
  • Im Falle einer arglistigen Täuschung kann der Versicherer seine Willenserklärung nach § 119 BGB anfechten. Damit gilt der Vertrag von Beginn an als nichtig. Der Versicherer muss die Anfechtung innerhalb eines Jahres, nachdem er die Täuschung entdeckt hat, erklären.

Was ist eine Anzeigepflichtverletzung?

Macht der Versicherte vor dem Vertragsabschluss bei der Gesundheitsprüfung falsche Angaben oder verschweigt er Erkrankungen, liegt eine Anzeigepflichtverletzung nach § 19 VVG liegt vor. Man unterscheidet zwei Formen: 

1. Vorsätzliche oder grob fahrlässige Anzeigepflichtverletzung

Bei grober Fahrlässigkeit in den ersten drei (§ 194 Abs. 1 S. 4 VVG) oder bei Vorsatz in den ersten zehn Versicherungsjahren (§ 21 Abs. 3 VVG) kann die Versicherung vom Versicherungsvertrag zurücktreten und ihn vollständig rückabwickeln (vgl. § 19 Abs. 2 VVG). Allerdings: Das Rücktritts- und Kündigungsrecht wegen grob fahrlässiger Verletzung ist für den Versicherer ausgeschlossen, wenn er den Vertrag auch bei Kenntnis der nicht angezeigten Umstände zu anderen Bedingungen geschlossen hätte.

2. Schuldlose oder einfach fahrlässige Anzeigepflichtverletzung

Bei schuldloser oder einfach fahrlässiger Anzeigepflichtverletzung darf der Versicherer den Vertrag mit einer Frist von einem Monat kündigen (§ 19 Abs. 3 S. 2 VVG).

Gut zu wissen: Die Rechte nach § 19 VVG stehen dem Versicherer nur dann zu, wenn der Versicherungsnehmer durch ihn mittels gesonderter Mitteilung (Textform) auf die Folgen einer Anzeigepflichtverletzung hingewiesen wurde. Komplett ausgeschlossen sind die Rechte, wenn der Versicherer den nicht angezeigten Gefahrumstand oder die Unrichtigkeit der Anzeige kannte.

Alternativ kann das Versicherungsunternehmen eine Prämienanpassung oder einen Risikoausschluss vornehmen.

Kann man die Beiträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung von der Steuer absetzen?

Ja. Wie hoch die abzugsfähigen Beträge genau sind, kann Ihnen Ihr Steuerberater sagen. Versicherungsmakler dürfen keine steuerliche Beratung vornehmen.

Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Alle, die den Verlust Ihres Einkommens aufgrund einer Berufsunfähigkeit nicht durch eigene finanzielle Mittel (möglicherweise mindestens bis zum Renteneintritt) ausgleichen können.

Wie werden Renten aus der BU besteuert?

Diese werden grundsätzlich mit Ihrem Ertragsanteil (§22 EstG/§ 55 (2) EstDV) besteuert.

Beispiel: Ein Single wird heute berufsunfähig, er erhält die nächsten 14 Jahre eine Berufsunfähigkeitsversicherung ausbezahlt. Dann hat er in jedem Jahr 16 % der Auszahlung zu versteuern. Erhält er in einem Jahr 24.000 € ausgezahlt, so muss er hiervon 3.840 € (den Ertragsanteil) mit dem für ihn individuell gültigen Steuersatz versteuern. Solange dieser Ertragsanteil zusammen mit seinen sonstigen steuerpflichtigen Einnahmen unterhalb des Steuerfreibetrages liegt, muss er keine Steuern bezahlen.

Dieses ist lediglich ein vereinfachtes Beispiel zur Illustration und ersetzt nicht die steuerliche Beratung im Einzelfall.

Was kostet eine BU?

Der Beitrag richtet sich bei Vertragsabschluss nach dem Beruf, Eintrittsalter, der Gesundheitsangaben, der Höhe der monatlichen Rente, der Versicherungs- und Leistungsdauer.

Warum wird jemand BU?

 

Was ist die Beitragsdynamik in der BU?

Mit der Beitragsdynamik wird vor Eintritt der BU, die BU-Rente um einen festgelegten Prozentsatz erhöht. Damit erfolgt eine Anpassung der BU-Rente an die steigenden Lebenshaltungskosten (Inflation).

Was bedeutet die Leistungsdynamik in der BU?

Die Leistungsdynamik tritt erst im Schadensfall ein. Die vereinbarte BU-Rente wird dann jährlich um den vertraglich vereinbarten Prozentsatz erhöht. Damit erfolgt eine Anpassung der BU-Rente an die steigenden Lebenshaltungskosten (Inflation) während des Bezugs von Leistungen.

Was tun, wenn ich BU bin?

Sie rufen uns an. Füllen Sie keinerlei Formulare ohne qualifizierte Unterstützung aus.

Ist eine BU für Schüler/Azubis/Studenten/Kinder/Hausfrauen sinnvoll?

Ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll ist, hängt immer von den persönlichen Lebensumständen ab.
Unsere Berater informieren Sie gerne.

Was passiert wenn ich meinen Vertrag aufgrund Nachwuchs, Einkommenssteigerung, Selbständigkeit usw. anpassen muss?

Die meisten Anbieter bieten sogenannte Nachversicherungsgarantien an. Hierüber lässt sich die BU-Rente z. B. aufgrund bestimmter Ereignisse innerhalb definierter Grenzen ohne Gesundheitsprüfung erhöhen.

factsurance: Damit Sie die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung finden.

Auf einen Blick: 5 gute Gründe für factsurance

Factsurance checkt die Versprechen der Versicherungen, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.

Factsurance schaut ganz genau hin: Wir lesen für Sie das Kleingedruckte und erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Factsurance ist unabhängig und transparent: Wir empfehlen nur die Anbieter, die zum Zeitpunkt Ihrer Anfrage die besten garantierten Leistungsinhalte bieten. Das ist übrigens keine Frage des Preises!

Factsurance liefert individuelle Lösungen: Statt auf pauschale Gütesiegel zu setzen, prüfen wir anhand der aktuell 80 Leistungskriterien die Tarife der Berufsunfähigkeitsversicherer.

Factsurance ist immer für Sie da: Ortsunabhängig und zeitlich flexibel beraten wir Sie online nach Ihren Terminvorgaben.

„Eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, ist eine Entscheidung fürs Leben. Ein sorgfältiger Check vor Abschluss ist unabdingbar.“

Claus-Dieter Gorr
Gründungsgesellschafter factsurance