Faktencheck im Überblick

Fallstricke in der privaten Kranken­versicherung

Einer unserer Gründer, Herr Gorr war zu Gast bei Deutsches Anleger Fernsehen und diskutierte die Fallstricke in der privaten Krankenversicherung.

Teil 1: Fallstricke in der privaten Krankenversicherung

Teil 2: Fallstricke in der privaten Krankenversicherung

Die wichtigsten Antworten zur PKV

Was ist der größte Unterschied zwischen GKV und PKV?

Bei der Wahl zwischen GKV und PKV geht es vor allem um eines: um Selbstbestimmung. Denn die sucht man in der gesetzlichen Krankenversicherung vergeblich. Die GKV ist ein hochkomplexes, politisch gesteuertes System, in dem Versicherte wie Marionetten abhängig von den Entscheidungen anderer sind. Und weder Einfluss auf den Leistungskatalog noch freien Zugang zu Leistungserbringern haben. Welche Leistungen bezahlt werden und vor allem auch, welche gestrichen werden, bestimmen dabei nicht etwa die Krankenkassen selbst. Die Entscheidungsgewalt liegt bei der Politik und von ihr beauftragten Institutionen. Die Krankenkassen sind ähnlich machtlos wie die Versicherten selbst.

Im Klartext heißt das: Wenn die Politik beschließt, weniger Steuergelder in die GKV fließen zu lassen – und so nicht mehr genug Geld für die weitere Bezahlung gewohnter Leistungen oder Medikamente bereitgestellt wird – kann es zu Kürzungen im Leistungskatalog kommen. Wir kennen das alle: Während früher beim Zahnarzt noch fast alle Behandlungen von der GKV übernommen wurden, müssen Patienten heute bereits viele Leistungen privat aus eigener Tasche zahlen. Als Versicherter in der GKV weiß man also heute nicht, was man morgen noch bekommt. Es gibt schlichtweg keine dauerhaft garantierten Leistungen.

Das genaue Gegenteil dieses Systems sind die Tarife der PKV-Vollkostenversicherung. Sie garantieren Versicherten zu jeder Zeit Zugang zu allen möglichen Formen der modernen Medizin. Die Tarife der PKV sind verbindlich und bieten fest definierte und vertraglich garantierte Leistungen. Und das ein Leben lang und genau in dem Umfang, in dem man es sich wünscht.

Als Versicherter kann man selbstbestimmt entscheiden und aus rund 1.300 verschiedenen Kriterien genau die auswählen, die man versichern will. Was bei Vertragsabschluss festgelegt wird, kann im Nachhinein nicht mehr verändert werden. Einmal versicherte Leistungen können nicht gekürzt werden und sind einem lebenslang garantiert. Das heißt aber auch: Es ist nicht möglich, den Tarif im Nachhinein um weitere Leistungen zu ergänzen und aufzustocken. Wer sich privat krankenversichern will, muss also gut beraten sein.

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Wie unterscheiden sich die Beiträge in GKV und PKV?

In der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich die Höhe der Beiträge nach dem Einkommen. Wer mehr verdient, zahlt auch mehr. Besserverdienende finanzieren durch ihre Beiträge so die mit, die weniger verdienen (Solidaritätsprinzip).

Anders bei der privaten Krankenversicherung. Hier gilt das Äquivalenzprinzip: Jeder Versicherte zahlt seine Beiträge individuell nach dem ausgewählten Versicherungsschutz, seinem Eintrittsalter sowie dem Gesundheitszustand bei Abschluss der Versicherung.

Wer kann sich privat versichern lassen?

Um eine private Krankenversicherung abschließen zu können, muss man versicherungsfrei (also nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung) sein. Das gilt für:

  • Selbstständige und Freiberufler (Ausnahmen u.U. bei Künstlern, Publizisten und Landwirten)
  • Beamte und Personen, die Anspruch auf Beihilfe haben
  • Arbeitnehmer mit einem Jahreseinkommen, das oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt (2017: 57.600 Euro pro Jahr)
  • Personen ohne eigenes Einkommen oder mit einem Einkommen, das unter der Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro/Monat liegt (z.B. Hausfrauen/-männer und Kinder)
  • Studenten, die mindestens 30 Jahre alt sind oder sich von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse befreien lassen. Eine Befreiung von der Versicherungspflicht ist nur dann möglich, wenn der Student unmittelbar vor der Einschreibung nicht anderweitig versicherungspflichtig in der GKV (z. B. als Arbeitnehmer) versichert war.
  • Promovierende, die nicht angestellt sind
  • Promovierende, die angestellt sind und über das Jahr gerechnet pro Monat nicht mehr als 450 Euro verdienen.

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Wann kann man in die PKV wechseln?

Sobald Versicherungsfreiheit besteht, kann man in die private Krankenversicherung wechseln. Das heißt konkret:

  • Selbstständige ab dem Moment, an dem sie (überwiegend) selbstständig tätig sind.
  • Beamte ab dem Moment, ab dem sie Beihilfe erhalten.
  • Personen ohne Einkommen ab dem Moment, an dem das Einkommen wegfällt.
  • Studenten zu Beginn ihres Studiums, vorausgesetzt sie waren unmittelbar vor der Einschreibung nicht anderweitig versicherungspflichtig in der GKV versichert.  Der Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht kann von Studenten rückwirkend geltend gemacht werden.
  • Promovierende, die angestellt beschäftigt sind, sofern das Einkommen der nächsten zwölf Monate über der Versicherungspflichtgrenze liegen wird (2017: 57.600 Euro pro Jahr).
  • Arbeitnehmer bei einem neuen Arbeitnehmerverhältnis oder bei einem Arbeitgeberwechsel, sofern das Einkommen der nächsten zwölf Monate über der Versicherungspflichtgrenze liegen wird (2017: 57.600 Euro pro Jahr). Versicherungsfreiheit besteht bereits ab dem Moment, an dem das Beschäftigungsverhältnis beginnt.
  • Arbeitnehmer nach einer Gehaltserhöhung, wenn das Einkommen der nächsten zwölf Monate über der Versicherungspflichtgrenze liegen wird (2017: 57.600 Euro pro Jahr). Als versicherungsfrei gilt man dann zum nächsten 1. Januar.

Wichtig: Bleibt ein Arbeitnehmer zunächst freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse, gelten für den Wechsel in die private Krankenversicherung die Kündigungsfrist der GKV (zwei volle Monate zum Monatsende). Und: Bei einem Wechsel in die private Krankenversicherung entfällt die 18-Monatsbindung an die gesetzliche Krankenkasse.

Muss eine private Krankenversicherung jeden aufnehmen?

Nein. Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung ist für beide Seiten freiwillig. Gefällt dem Versicherten der Vorschlag der Versicherung nicht, kann er ihn ablehnen. Auch das Versicherungsunternehmen ist nicht verpflichtet, einen Antrag auf Versicherung anzunehmen. Und kann ihn – beispielsweise wegen der Angaben zum Gesundheitszustand – ablehnen.

Eine Ausnahme bildet der Basistarif, ein Sozialtarif der privaten Krankenversicherung, bei dem der Vertragsabschluss für PKV-Unternehmen verpflichtend ist. Die Leistungen des Basistarifes ähneln denen der gesetzlichen Krankenversicherung. Er bietet Versicherten aber nicht das volle Leistungspaket der GKV.

Ein privater Versicherer muss den Antrag auf die Aufnahme in den Basistarif annehmen, wenn ein Versicherter:

  • keine Krankenversicherung hat oder
  • sich nicht gesetzlich versichern darf oder
  • den Antrag innerhalb von sechs Monaten nach Beginn einer freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse stellt oder
  • bereits privat versichert ist und die Versicherung nach dem 31. Dezember 2008 abgeschlossen wurde
Wer ist verpflichtet, sich privat zu versichern?

Nicht jeder hat die Wahl zwischen GKV und PKV. Auf jeden Fall privat versichern lassen müssen sich:

  • Personen mit Deutscher Staatsangehörigkeit, die einen ständigen Wohnsitz im Ausland hatten, nach Deutschland zurückkehren und vor dem Aufenthalt im Ausland privat krankenversichert waren.
    Gut zu wissen: War man vor dem Aufenthalt im Ausland gesetzlich versichert, muss man sich auch nach der Rückkehr nach Deutschland gesetzlich versichern lassen. Und zwar selbst dann, wenn man wegen einer selbstständigen Tätigkeit eigentlich versicherungsfrei wäre und in die private Krankenversicherung wechseln könnte. War man vor dem Aufenthalt im Ausland gar nicht in Deutschland krankenversichert, dann hängt die Art der Versicherung bei der Rückkehr nach Deutschland von der Art der Erwerbstätigkeit ab. Selbstständige müssen sich dann beispielsweise privat versichern.
  • Alle Personen, die in Deutschland bisher weder gesetzlich noch privat versichert waren, sofern ihr Beruf sie üblicherweise versicherungsfrei macht (z.B. Selbstständige oder Beamte, die den Anteil der Kosten noch nicht abgesichert haben, den die Beihilfe offen lässt).
  • Alle Personen, die zuletzt privat versichert waren und trotz Pflicht zur Versicherung gerade keinen Versicherungsschutz haben, wie z.B. Selbstständige ohne Krankenversicherung.
Was müssen Promovierende beachten, die sich privat versichern wollen?

Ob sich Doktoranden privat versichern können oder gesetzlich versichert sein müssen, hängt von mehreren Faktoren ab.

Grundsätzlich können sich Doktoranten privat oder aber „freiwillig gesetzlich“ versichern. Der private Versicherungsschutz ist dabei deutlich umfangreicher als der gesetzliche.

Eine gesetzliche Versicherungspflicht ergibt sich in der Regel dann, wenn parallel zur Promotion ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis begründet wird (z.B. HiWi-Anstellung > Minijob).

Andere Besonderheiten gelten z.B., wenn Promovierende einen Teil ihrer Promotionszeit im Ausland verbringen oder mit einer sozialversicherungspflichtigen Person verheiratet sind.

Entsprechend kann sich die Situation während einer Promotion durchaus mehrfach ändern. Das ist nicht schlimm. Factsurance berät nicht nur dahingehend, welcher Versicherungsschutz der jeweiligen Situation angemessen ist. Factsurance übernimmt auch die administrative Begleitung, sollte es während der Promotion zu Statusveränderungen kommen.

Wichtig für Promovierende ist in jedem Fall, nicht leichtfertig mit dieser Frage umzugehen, „wie will ich dauerhaft versichert sein?“ Warum?

Die erheblichen Vorteile einer leistungsstarken und günstigen privaten Krankenversicherung stehen nur denjenigen zur Verfügung, die gesund genug sind, um eine private Krankenversicherung abzuschließen. Hinzu kommt, dass ein Vertragsbeginn in jungen Jahren deutlich günstiger ist, als wenn man erst im fortgeschrittenen Alter die Entscheidung für eine private Krankenversicherung trifft.

Dass während einer Promotion wegen einer sozialversicherungspflichtigen Anstellung ggf. gar nicht die Möglichkeit besteht, privat versichert zu sein, ist kein unlösbares Problem. Promovierende können sich durch eine sogenannte “Anwartschaft” günstige Eintrittsbedingungen (z.B. ein früheres Eintrittsalter und den guten Gesundheitszustand) für den späteren Wechsel in die PKV sichern. Factsurance zeigt, was hierfür erforderlich ist und begleitet Promovierende – auch nach Abschluss der Promotion.

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Was müssen Studenten beachten, die sich privat versichern wollen?

Für Studenten besteht generell Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung – und das, sobald sie sich an einer Hochschule einschreiben.

Privat versichern können sich Studenten jedoch, wenn sie:

  • Erstsemester sind und innerhalb von drei Monaten einen Antrag auf Befreiung in der gesetzlichen Krankenversicherung stellen oder
  • länger als einen Monat nicht immatrikuliert sind oder
  • das 14. Fachsemester überschritten haben oder
  • mindestens 30 Jahre alt sind

Studenten können sich nach einem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG-Urteil vom 27.04.2016 - B12KR24/14R) nur noch dann von der eintretenden Versicherungspflicht befreien lassen, wenn sie unmittelbar vorher PKV versichert oder freiwillig GKV versichert oder familienversichert waren. War der Student unmittelbar vor der Versicherungspflicht als Student anderweitig versicherungspflichtig in der GKV versichert (z. B. als Arbeitnehmer), ist eine Befreiung nicht mehr möglich.

Um sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen müssen Studenten bei einem privaten Versicherungsunternehmen einen Vertrag beantragen. Nimmt das Versicherungsunternehmen den Vertrag an, fordert man beim Versicherer einen „Nachversicherungsnachweis in der PKV“ an und reicht den bei seiner bisherigen gesetzlichen Krankenkasse ein.
War man seit jeher privat krankenversichert, reicht man den Nachweis einfach bei einer gesetzlichen Krankenkasse nach Wahl ein. In beiden Fällen muss ein Befreiungsbescheid von der gesetzlichen Krankenkasse angefordert werden. Nachversicherungsnachweis und Befreiungsbescheid legt man dann bei der Hochschule vor.

Wie können Kinder privat versichert werden?

Ob Kinder in der privaten Krankenversicherung versichert werden können, hängt von der Krankenversicherung der Eltern ab.

Fall 1: Beide Elternteile sind privat krankenversichert
Das Kind kann nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert werden und kommt automatisch in die private Krankenversicherung.

Fall 2: Beide Elternteile sind gesetzlich krankenversichert
Das Kind wird automatisch beitragsfrei gesetzlich krankenversichert. Eine private Krankenversicherung gegen eigenen Beitrag ist aber möglich.

Fall 3: Ein Elternteil ist gesetzlich, der andere privat krankenversichert
Liegt das Einkommen des privatversicherten Elternteils über der Jahreseinkommensgrenze oder ist höher als das des gesetzlich versicherten Elternteils, kann das Kind nicht gesetzlich mitversichert werden. Trifft einer der zwei Fälle nicht zu, kann das Kind beitragsfrei beim gesetzlich versicherten Elternteil mitversichert werden.

Und so funktioniert die private Versicherung für Kinder:
Für jeden Versicherten wird in der privaten Krankenversicherung ein eigener Beitrag berechnet – auch für Kinder. Eine beitragsfreie Mitversicherung wie in der GKV gibt es nicht.

Besteht der Vertrag der Eltern zum Zeitpunkt der Geburt (oder Adoption) des Kindes seit drei Monaten oder länger, können Kinder ohne Risikoprüfung oder Wartezeit in der PKV versichert werden. Die Anmeldung muss dafür innerhalb von zwei Monaten nach Geburt oder Adoption erfolgen.

Gut zu wissen: Die Leistungen kann man für das Kind genauso umfangreich wählen, wie es die der Eltern sind. Unterscheidet sich der Versicherungsschutz der Eltern voneinander, gilt für das Kind meist der minderwertige Schutz als Leistungsumfang, bei einigen Versicherern kann er auch höher sein als der der Eltern.

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Wird die PKV im Alter unbezahlbar?

Das hängt im Wesentlichen von der Tarif-, Leistungs- und Vertriebspolitik des ausgewählten Versicherers ab. Aber die Angst, dass eine private Krankenversicherung im Alter nicht mehr bezahlbar ist, ist in der Regel unbegründet. Bei einer Umfrage der PremiumCircle Deutschland GmbH im Jahre 2013* kam heraus, dass nur 7,8 Prozent aller älteren Privatversicherten mehr als den damals gültigen Höchstbetrag der gesetzlichen Krankenkasse (610 Euro) zahlten. 83 Prozent aller ältere Privatversicherten hingegen zahlten für ihren privaten Krankenschutz weniger als 500 Euro pro Monat.

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Private Krankenversicherungsunternehmen sorgen mit verschiedenen Maßnahmen für stabile Beiträge im Alter:

Altersrückstellungen
Das sind angesparte Rücklagen für jeden Versicherten in der privaten Krankenversicherung. Die Rücklagen werden in Tarifen mit Altersrückstellung bereits ab dem Vertragsabschluss aus den jeweils gezahlten Versicherungsbeiträgen gebildet.

Zinserträge aus Altersrückstellung
Anbieter privater Krankenversicherungen kalkulieren Rückstellungen mit einem Zins, der – je nach Tarif und Gesellschaft – bei 2,5–3,5 Prozent liegt. Sollte die tatsächliche Nettoverzinsung über diesen Wert hinausgehen, dann müssen 90 Prozent vom Überschuss zurückgelegt werden. Und zwar für zusätzliche Maßnahmen zur Beitragsentlastung älterer Versicherter.

10 Prozent Altersentlastungszuschlag
Der Altersentlastungszuschlag verpflichtet private Krankenversicherer seit dem 01.01.2000 dazu, bei Versicherten zwischen 20 und 60 Jahren einen zehnprozentigen Zuschlag auf ihre Beiträge zu erheben. Diese Zuschläge müssen vom Versicherer für die Reduzierung der Beiträge im Rentenalter verwendet werden.

Tarifwechselrecht nach § 204 VVG
Laut Tarifwechselrecht (§ 204 VVG) sind private Krankenversicherer dazu verpflichtet, Versicherten den Wechsel in einen gleichartigen Tarif zu ermöglichen. Dafür müssen erworbene Rechte und Alterungsrückstellungen aus dem bestehenden Vertrag angerechnet werden – eine erneute Gesundheitsprüfung ist für so einen Wechsel nicht nötig.

Gut zu wissen: Die gesetzlichen Krankenkassen treffen keinerlei Vorkehrungen, um Beiträge für Versicherte im Alter stabil zu halten.

Was passiert, wenn ich meine Beiträge nicht mehr zahlen kann?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Beitrag zur PKV im Notfall zu reduzieren. Dazu gehören zum Beispiel die Umstellung der Selbstbeteiligung oder der Erstattungsprozentsätze. Ebenfalls möglich sind ein Wechsel in den Basistarif* (für Versicherte mit Unisex-Tarifen), Standardtarif (für Versicherte in Bisex-Tarifen) oder Notlagentarif.

Generell gilt: Sorgen Sie sich nicht! Im Dialog mit Ihnen lösen wir das Problem, wenn es auftreten sollte.

Wechsel in den Basistarif

Versicherte, die einen Unisex-Tarif haben und mindestens 55 Jahre alt sind, können in den Basistarif wechseln. Das ist ein Sozialtarif der privaten Krankenversicherung. Die Leistungen ähneln denen der gesetzlichen Krankenversicherung, der Tarif bietet aber nicht das volle Leistungspaket der GKV.

Zahlt der Arbeitgeber einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung?

Ja. Wie bei gesetzlich Versicherten zahlt der Arbeitgeber auch Privatversicherten einen Zuschuss zur Krankenversicherung. Er übernimmt die Hälfte des Versicherungsbeitrages – jedoch nicht mehr als den maximalen Arbeitgeberanteil für einen gesetzlich versicherten Arbeitnehmer (2017: 317,55 Euro). Liegt der Zuschuss unter dieser Grenze, gibt es auch für Angehörige Zuschüsse.

Gut zu wissen: Liegt das Einkommen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze (2017: 52.200 Euro) – oft ist das z.B. in der Elternzeit der Fall –, dann wird nur das tatsächliche Bruttogehalt zur Zuschussberechnung herangezogen.

Auch für die private Pflegeversicherung gibt es Geld!

Auch zur privaten Pflegeversicherung zahlt der Arbeitgeber einen Zuschuss und übernimmt die Hälfte des tatsächlichen Beitrags – jedoch nicht mehr, als man als gesetzlich Versicherter bekommen würde. Der maximale Zuschuss liegt 2017 bei 55,46 Euro (Sachsen: 33,71 Euro). Unter Berücksichtigung der für die Krankenversicherung gültigen Voraussetzungen erhält man auch für den Ehe- oder Lebenspartner einen Zuschuss. Kinder sind in der Pflegepflichtversicherung beitragsfrei versichert.

PKV während Mutterschutz und Elternzeit – was ist zu beachten?

Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung müssen auch während des Mutterschutzes und in der Elternzeit gezahlt werden. Für diese Zeiten entfällt der Arbeitgeberanteil.

Arbeitnehmerinnen können beim Bundesversicherungsamt Mutterschaftsgeld (bis zu 210 Euro) beantragen. Übersteigt ihr durchschnittlicher kalendertäglicher Nettolohn den Betrag von 13 Euro, dann muss der Arbeitgeber die Differenz als Zuschuss zahlen.

Wer während der Elternzeit einer Teilzeitbeschäftigung nachgeht (bis 30 Std./Woche), hat Anspruch auf den Arbeitgeberanteil des Arbeitgebers der Teilzeitstelle. Besteht durch die Teilzeitbeschäftigung Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse, hat man die Möglichkeit, sich von dieser Versicherungspflicht befreien zu lassen.

Ist der Ehegatte in der privaten Krankenversicherung versichert, so gibt es die Möglichkeit, einen Zuschuss von dessen Arbeitgeber zu erhalten. Denn der zahlt für seine Mitarbeiter und deren Familie einen Arbeitgeberzuschuss bis zu der Höhe, die er sonst in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen würde.

Gut zu wissen: Je nach Versicherer und Tarif erhalten Privatversicherte während des Mutterschutzes Leistungen aus dem Krankentagegeldtarif.

Darf die private Krankenversicherung mir kündigen?

Nein. Ein Versicherer darf den privaten Krankenversicherungsschutz nicht kündigen. Das Recht dazu hat er nur in Ausnahmefällen:

  • Bei einer schwerwiegenden Vertragsverletzung (z.B. Abrechnungsbetrug) durch den Versicherten hat der Versicherer das Recht auf eine außerordentliche Kündigung.
  • Im Falle einer Anzeigepflichtverletzung nach § 19 VVG darf der Versicherer innerhalb eines Monats kündigen oder vom Vertrag zurücktreten.
  • Im Falle einer arglistigen Täuschung kann der Versicherer seine Willenserklärung nach § 119 BGB anfechten. Damit gilt der Vertrag von Beginn an als nichtig. Der Versicherer muss die Anfechtung innerhalb eines Jahres, nachdem er die Täuschung entdeckt hat, erklären.

Was ist eine Anzeigepflichtverletzung?

Macht der Versicherte vor dem Vertragsabschluss bei der Gesundheitsprüfung falsche Angaben oder verschweigt er Erkrankungen, liegt eine Anzeigepflichtverletzung nach § 19 VVG liegt vor. Man unterscheidet zwei Formen:

  1. Vorsätzliche oder grob fahrlässige Anzeigepflichtverletzung

Bei grober Fahrlässigkeit in den ersten drei (§ 194 Abs. 1 S. 4 VVG) oder bei Vorsatz in den ersten zehn Versicherungsjahren (§ 21 Abs. 3 VVG) kann die Versicherung vom Versicherungsvertrag zurücktreten und ihn vollständig rückabwickeln (vgl. § 19 Abs. 2 VVG). Allerdings: Das Rücktritts- und Kündigungsrecht wegen grob fahrlässiger Verletzung ist für den Versicherer ausgeschlossen, wenn er den Vertrag auch bei Kenntnis der nicht angezeigten Umstände zu anderen Bedingungen geschlossen hätte.

  1. Schuldlose oder einfach fahrlässige Anzeigepflichtverletzung

Bei schuldloser oder einfach fahrlässiger Anzeigepflichtverletzung darf der Versicherer den Vertrag mit einer Frist von einem Monat kündigen (§ 19 Abs. 3 S. 2 VVG).

Gut zu wissen: Die Rechte nach § 19 VVG stehen dem Versicherer nur dann zu, wenn der Versicherungsnehmer durch ihn mittels gesonderter Mitteilung (Textform) auf die Folgen einer Anzeigepflichtverletzung hingewiesen wurde. Komplett ausgeschlossen sind die Rechte, wenn der Versicherer den nicht angezeigten Gefahrumstand oder die Unrichtigkeit der Anzeige kannte.

Alternativ kann das Versicherungsunternehmen eine Prämienanpassung oder einen Risikoausschluss vornehmen.

Kann man die Beiträge für die Krankenversicherung von der Steuer absetzen?

Ja. Wie hoch die abzugsfähigen Beträge genau sind, kann Ihnen Ihr Steuerberater sagen. Versicherungsmakler dürfen keine steuerliche Beratung vornehmen.

Die abzugsfähigen Beiträge für die private Krankenversicherung werden mittels einer Rechenformel festgestellt. Die ist in der „Krankenversicherungsbeitragsanteil-Ermittlungsverordnung“ (KVBEVO) festgelegt. Dort heißt es: „Der Gesetzgeber erkennt den Teil der Beiträge als abzugsfähig an, der einer sogenannten Basiskrankenversicherung vergleichbar dem GKV-Niveau entspricht“. Sollte die Beiträge für die private Krankenversicherung darüber hinausgehen, gibt es für die zusätzlichen Tarifleistungen pauschale Abschläge.

In der Regel nicht steuerlich geltend gemacht werden können die Kosten für Einbettzimmer im Krankenhaus, Heilpraktiker-Behandlungen, kieferorthopädische Mehrleistungen oder auch die Beiträge für das Krankentagegeld. Denn: Obwohl die Leistungen prinzipiell als „sonstige Vorsorgeaufwendungen“ absetzbar wären (Höchstgrenze für nicht verheiratete Arbeitnehmer und Beamte: 1.900 Euro, für Selbstständige: 2.800 Euro, für Verheiratete: 3.800 Euro bzw. max. 5.600 Euro) geht das nur, wenn die Höchstgrenzen nicht bereits durch die Beiträge für die Basiskranken- und Pflegeversicherung erreicht sind.

Wann muss man zurück in die gesetzliche Krankenversicherung?

Sobald keine Versicherungsfreiheit mehr besteht, muss man von der privaten zurück in die gesetzliche Krankenkasse wechseln.

Das ist der Fall bei:

  • einer Arbeitnehmertätigkeit, mit der ein Einkommen unter der Versicherungspflichtgrenze (2017: 57.600 Euro pro Jahr) erzielt wird. Ganz gleich, ob man – z.B. nach einer Selbstständigkeit – erstmalig angestellt wird, ob man den Arbeitgeber wechselt, das Gehalt sinkt oder aber die Versicherungspflichtgrenze angehoben wird – und das Gehalt diese dann übersteigt.
  • Bezug von Arbeitslosengeld I oder Unterhaltsgeld
  • der Aufnahme eines Studiums
  • einem Wechsel von Selbstständigen in ein Angestelltenverhältnis mit einem jährlichen Bruttoeinkommen, das unter der Versicherungspflichtgrenze liegt (2017: 57.600 Euro pro Jahr)

Ausnahmen: Privatversicherte, die Arbeitslosengeld II erhalten, bleiben privat versichert. Auch alle, die 55 Jahre oder älter sind und in den letzten fünf Jahren nicht gesetzlich versichert waren bleiben privat versichert.

Von der Versicherungspflicht befreien lassen kann man sich außerdem in folgenden Fällen:

  • Die Versicherungspflichtgrenze wird angehoben und übersteigt nur deshalb Ihr Gehalt.
  • Man erhält Arbeitslosen- oder Unterhaltsgeld und war in den letzten fünf Jahren nicht gesetzlich krankenversichert.
  • Man arbeitet während der Elternzeit höchstens 30 Std./Woche (§ 2 Bundeserziehungsgeldgesetz, § 1 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz).
  • Man reduziert seine regelmäßige Arbeitszeit während einer Pflege- oder Familienpflegezeit (§ 3 Pflegezeitgesetz, § 2 Familienpflegezeitgesetz).
  • Man reduziert seine Arbeitszeit (bei gleichem oder neuem Arbeitgeber) auf höchstens die Hälfte der Arbeitszeit vergleichbarer Vollbeschäftigter des Betriebes und ist seit mindestens fünf Jahren aufgrund des Einkommens versicherungsfrei.
Privat oder gesetzlich:
Wie können sich Arbeitnehmer versichern, die mehrere Tätigkeiten ausüben?

Übt ein Arbeitnehmer mehrere Tätigkeiten aus, werden die Jahresarbeitsentgelte aller Tätigkeiten addiert. Einzig Einkommen aus geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen (unter 450 Euro/Monat) werden in dieser Rechnung nicht berücksichtigt. Versicherungsfrei ist man, wenn die Summe der Arbeitsentgelte über der Versicherungspflichtgrenze liegt (2017: 57.600 Euro pro Jahr). Dann ist der Wechsel in die private Krankenversicherung möglich.
Ist man zusätzlich zu einer Festanstellung auch selbständig tätig, kommt es darauf an, welche der Tätigkeiten hauptberuflich ausgeübt wird. Für die Feststellung wir nicht nur das Einkommen zugrunde gelegt, auch Arbeitszeiten sind hier relevant.

Ob ein Wechsel in die PKV möglich ist, muss immer individuell geprüft werden.
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Privat krankenversichert: Wie läuft das mit den Arztrechnungen?

In der privaten Krankenversicherung gilt das Kostenerstattungsprinzip. Der Versicherte ist zunächst einmal Vertragspartner des entsprechenden Leistungserbringers, also z.B. des Arztes, Physiotherapeuten, Krankenhauses oder Apothekers. Und dem gegenüber ist er zur Zahlung verpflichtet. Daneben besteht ein Vertragsverhältnis zwischen Versichertem und seiner privaten Krankenversicherung.

Privatversicherte zahlen Rechnungen also selbst und reichen sie dann beim Versicherer zur Kostenerstattung ein. Als Versicherter hat man so immer die volle Kostenkontrolle und weiß jederzeit, was der Arzt für welche Leistungen abrechnet. So einen Nachweis erhält man in der GKV nicht. Ein Leistungsanspruch in der privaten Krankenversicherung besteht aber nur, wenn man dem Versicherungsunternehmen Rechnungen vorlegt.

Gut zu wissen: Für stationäre Behandlungen im Krankenhaus gibt es die Klinik-Card. Legt der Versicherte diesen Berechtigungsnachweis vor, muss er nicht in Vorleistung treten. Die Forderungen gegenüber der Versicherungsgesellschaft werden an die Klinik übertragen und das Krankenhaus rechnet direkt mit dem Versicherer ab. Außerdem werden die Aufnahmeformalitäten im Krankenhaus vereinfacht.

Darf der Versicherer die Erstattung von Behandlungskosten verweigern?

Grundsätzlich darf er das nicht. Jeder Privatversicherte hat Anspruch auf die Leistungen, die im Versicherungsvertrag vereinbart worden sind. In ihrem Rahmen erstattet der Versicherer Aufwendungen für medizinisch notwendige Heilbehandlungen (§ 192 VVG). Aber Achtung: Bei der Frage, was medizinisch notwendig ist, können der behandelnde Arzt und der Sachbearbeiter beim Versicherer unterschiedlicher Meinung sein. Befindet der Versicherer die Behandlung, für die man eine Rechnung einreicht, als medizinisch nicht notwendig, wird oftmals nur ein Teil der Kosten erstattet. Im Streitfall ist unter Umständen eine gerichtliche Klärung notwendig.

Gut zu wissen: Die Leistungen des PKV-Tarifs, die bei Vertragsabschluss festgelegt werden, können im Nachhinein nicht mehr verändert werden. Einmal versicherte Leistungen können nicht gekürzt werden und sind einem lebenslang garantiert. Das heißt aber auch: Es ist nicht möglich, den Tarif im Nachhinein um weitere Leistungen zu ergänzen und aufzustocken.

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Welche Leistungen sind über eine private Krankenversicherung gedeckt?

Welche Leistungen eine private Krankenversicherung übernimmt, hängt vom Vertrag ab. Den individuell gewählten Versicherungsschutz können Versicherte im Versicherungsschein, in zusätzlichen schriftlichen Vereinbarungen sowie den Allgemeinen Versicherungsbedingungen des Versicherers (Musterbedingungen, Tarifbedingungen und Tarifbeschreibung) nachlesen.

Wichtig: Ein einklagbarer Rechtsanspruch besteht nur für die Leistungen, die im Versicherungsschein dokumentiert und in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen enthalten sind. Kulanzleistungen kann man als Versicherter nicht einklagen.

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Zahlt die private Krankenversicherung auch im Ausland?

Die privaten Versicherer zahlen für Behandlungen im Ausland gemäß den Musterbedingungen für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung, die der privaten Krankenversicherung zugrunde liegen. Aber: Der Versicherungsschutz im Ausland ist in den Tarifen der verschiedenen Anbieter unterschiedlich geregelt. Bei Vertragsabschluss sind vor allem folgende Regelungen relevant:

  • Umfang des regionalen Leistungsgebietes
  • Krankenhauswahl und Kostenerstattungsregelungen im Ausland
  • Arzt- und Behandlerwahl sowie diesbezügliche Kostenerstattungsregelungen im Ausland
  • Internationale, landes- oder ortsübliche Erstattungssätze

Das Thema ist sehr komplex –
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Was ist eine Anwartschaftsversicherung?

Mit einer Anwartschaftsversicherung kann man sich den späteren Zugang zur PKV sichern oder Zeiten überbrücken, in denen man nicht mehr in der PKV versichert sein kann. So eine Versicherung kann zum Beispiel für junge Menschen interessant sein, die wissen, dass sie irgendwann in die PKV eintreten möchten. Genauso für Versicherte, die für längere Zeit ins Ausland gehen und nach ihrer Rückkehr in die PKV zurückkehren möchten.

Es gibt zwei Varianten der Anwartschaftsversicherung:

Bei der kleinen Anwartschaft wird der Gesundheitszustand, der zum Zeitpunkt des Abschlusses der Versicherung vorliegt, konserviert. Bedeutet: Tritt man dann später in die PKV ein, entfällt eine erneute Gesundheitsprüfung – es gelten die Daten vom Zeitpunkt des Abschlusses der Anwartschaftsversicherung.

Bei der großen Anwartschaft wird nicht nur der Gesundheitszustand, sondern auch das Alter bei Abschluss der Anwartschaftsversicherung mit entsprechend geringeren Beiträgen konserviert.

Wichtig: Nicht jeder Tarif enthält das Recht auf einen garantierten Wechsel in eine Anwartschaftsversicherung.

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Wie hoch ist das Krankentagegeld in der privaten Krankenversicherung?

Mit einer privaten Krankentagegeldversicherung können Arbeitnehmer und Selbstständige sich in der privaten Krankenversicherung für einen Einkommensausfall durch Arbeitsunfähigkeit absichern – und das in voller Höhe.
Versicherte können die Höhe des Krankentagegeldes im Versicherungsfall individuell festlegen und so ihren tatsächlichen Bedarf absichern. In der gesetzlichen Krankenversicherung ist das nicht möglich.
Hier beträgt das Krankengeld grundsätzlich 70 Prozent des regelmäßigen Bruttoentgelts, darf aber 90 Prozent des Nettoentgelts nicht überschreiten (vgl. § 47 Abs. 1 Satz 3 SGB V). Derzeit liegt das maximale Krankengeld in der GKV bei 101,50 Euro am Tag, da zur Berechnung die Beitragsbemessungsgrenze (2017: 52.200 Euro) als Höchstgrenze des Bruttoeinkommens herangezogen wird.

Die Höhe des privaten Krankentagegeldes kann man grob mit folgender Formel berechnen:
Nettoeinkommen + Sozialabgaben + PKV-Beitrag = Krankentagegeld
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Nachzahlung PKV-Beiträge

Sollten Sie nicht krankenversichert sein und diesen Zustand ändern wollen, sind Krankenversicherungsbeiträge auch für vergangene nicht versicherte Zeiträume nachzuzahlen.

Der Gesetzgeber lässt Ihnen ab dem Zeitpunkt der Versicherungspflicht ungestraft einen Monat Zeit sich zu versichern.

Ab dem zweiten Monat ohne Versicherung müssen Sie, wenn Sie sich später versichern, einen Prämienzuschlag in Höhe Ihres Monatsbeitrags zahlen. Das gilt für jeden weiteren nichtversicherten Monat. Ab dem sechsten Monat wird der Zuschlag auf ein Sechstel des Monatsbeitrags reduziert. Waren Sie also z. B. 11 Monate nicht versichert, müssen Sie einmalig 0+ 4 + (6 x 1/6) Monatsbeiträge = 5 Monatsbeiträge zusätzlich zahlen.

Gegebenenfalls ist eine Ratenzahlung möglich.

Warum sollte ich mich von factsurance beraten lassen?

5 gute Gründe für factsurance

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Wir sind ein Versicherungsmakler. D.h. wir vermitteln Versicherungsverträge zwischen zwei Parteien, den Versicherungsgesellschaften und Versicherungsnehmern. Kommt es bei dieser Vermittlung zu einem Vertragsabschluss verdienen wir eine Provision, die vom Versicherungsunternehmen an uns gezahlt wird.

Welchen grundsätzlichen Anspruch zur Versorgung haben Beamte?

Jeder Beamte hat Anspruch auf Beteiligung an Krankheitskosten durch seinen Dienstherrn.

Meistens in Form von Beihilfe, in einigen Berufsgruppen (u.a. Soldaten, Polizisten, Vollzugsbeamte) in Form von Heilfürsorge.

Welche Versorgung Sie erhalten hängt davon ab, wer Ihr Dienstherr ist. Davon hängt ab, welche Beihilfeverordnung oder Heilfürsorgeverordnung für Sie zuständig ist.

Aus dem Umfang dieser Versorgung ergibt die notwendige ergänzende Versorgung.

Wie in der gesetzlichen Krankenversicherung steht der Leistungsumfang nicht auf Dauer fest. Er kann per Beschluss und Neufassung erweitert (z.B. Organspendeverordnung) oder reduziert werden (z.B. Kostendämpfungspauschale oder Wegfall Zuschuss ergänzende Krankenhausleistungen in verschiedenen Bundesländern).

Wie hoch ist der prozentuale Beihilfeanspruch bei Beamten mit Beihilfeberechtigung?

Die Antwort hängt von Ihrem Familienstand, der Zahl der versorgungsberechtigten Kinder, Ihrem Dienststand (aktiv oder in Pension) und Ihrem konkreten Dienstherrn ab.

Alleinstehende erhalten i.d.R. 50% Beihilfe, Beamte mit zwei (berücksichtigungsfähigen) Kindern 70% Beihilfe, Pensionäre 70%.

Abweichungen hiervon gibt es aktuell in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen und Hessen.

Der fehlende prozentuale Anteil muss für Kranken- und Pflegeversicherung ergänzt werden, die ergänzende private Krankenversicherung wird daher oft auch Restkostenversicherung genannt.

Alternativ zur ergänzenden privaten Krankenversicherung kann eine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung geführt werden, wenn vor Dienstbeginn eine gesetzliche KV bestand. Da die gesetzliche KV die Kostentragung durch die Beihilfe nicht anrechnen kann, ist hier der volle Beitragssatz für kranken- und Pflegeversicherung auf das Bruttoeinkommen zu entrichten.

Erhält ein Beamter mit Anspruch auf Heilfürsorge ergänzende Beihilfe?

Ein Heilfürsorgeberechtigter erhält in seiner aktiven Dienstzeit im Umfang der zuständigen Heilfürsorgeverordnung grundsätzlich eine Krankheitskostenabsicherung von 100%. Vom Dienstherrn vorgeschrieben ist lediglich ergänzende Pflegepflichtversicherung.

Zusätzlich besteht ein nachrangiger Anspruch auf Beihilfeleistungen des jeweiligen Dienstherrn (z.B. Heilpraktikerleistungen oder Zuschuss private Krankenhausbehandlung).
Mit Ausscheiden aus dem aktiven Dienst (bei Ruhestand oder Dienstunfähigkeit) wechselt der Beamte von Heilfürsorgeanspruch zu Beihilfeanspruch, die Restkosten der Beihilfe müssen versichert werden.

Um zu diesem Zeitpunkt eine Gesundheitsprüfung zu vermeiden, ist eine Anwartschaft auf Beihilfeergänzung dringend angeraten. Sie kann als kleine oder große Anwartschaft geführt werden. Zusätzlich können die nachrangigen Beihilfeansprüche der aktiven Zeit durch Zusatzversicherungen (z.B. Zahnersatz oder private Krankenhausleistungen) sinnvoll ergänzt werden.

Welche Ansprüche haben Kinder von Beamten an die Beihilfe?

Jedes Kind eines Beamten hat Anspruch auf 80% Beihilfeleistung gemäß der Verordnung des jeweiligen Dienstherrn, solange es Kindergeld erhält, maximal bis zum 25. Lebensjahr (je Dienstherr ggfs. Verlängerung durch Wehr-/Ersatzdienst oder Behinderung).

Die Restkosten können durch eine ergänzende private Krankenversicherung gedeckt werden.

Ist das andere Elternteil gesetzlich versichert, kann ein Kind auch gesetzlich krankenversichert werden, je nach Einkommensverhältnissen beitragsfrei in der Familienversicherung oder freiwillig gegen den entsprechenden Beitrag ohne Anrechnung der Beihilfe.

Ergänzende Beihilfeleistungen (z.B. Heilpraktiker oder bei KFO) können zusätzlich in Anspruch genommen werden.

Entscheiden sich die Eltern für die gesetzliche Versicherung empfehlen wir dringend den Abschluss einer Anwartschaft auf ergänzende private Krankenversicherung, falls sich Einkommenssituation oder Familienstatus ändern. Private Zusatzversicherungen können den Schutz sinnvoll ergänzen.

Welche Ansprüche haben Ehegatten/eingetragene Lebenspartner von Beamten an die Beihilfe?

Die Ansprüche eines Ehegatten/eingetragenen Lebenspartners hängen von dessen Einkünften ab. Wird eine bestimmte Einkommensschwelle unterschritten, besteht Anspruch auf Beihilfe, die durch private Ergänzungsversicherung oder gesetzliche Versicherung vervollständigt werden kann.

Die Einkommensschwelle liegt aktuell je nach Dienstherrn zwischen 8.652€ und 20.450€ Jahreseinkommen, in der Regel bezieht sie sich auf das Vor-Vorjahr.
Besteht gesetzliche Krankenversicherungspflicht und Unterschreitung der beihilferelevanten Einkommensschwelle, können Leistungen der Beihilfe nachrangig in Anspruch genommen werden. Teilleistungen der Beihilfe können durch private Zusatzversicherungen ergänzt werden.

Um möglichen Änderungen bei Einkommen, Familienstatus und Versicherungsstatus vorzubeugen, empfehlen wir den Anschluss einer Anwartschaftsversicherung, wenn aktuell Versicherungspflicht in der GKV besteht.

Muss die PKV eine ergänzende Restkostenversicherung für Beamte anbieten und muss sie mich aufnehmen?

Ob ein Unternehmen passende Beamtentarife anbietet, ob es spezielle Tarifbausteine für Lücken der Beihilfeversorgung anbietet oder nicht entscheidet jeder Versicherer selbst.

Wie bei jedem Anbieter ist sowohl der allgemeine Leistungsumfang als auch die Antwort auf spezielle Fragen der Beamtenversorgung verschieden.

Eine allgemeine Aufnahmepflicht gibt es nicht. Allerdings haben sich verschiedene Unternehmen verpflichtet, einen Antrag auch bei Beschwerden und Vorerkrankungen mit maximal 30% Zuschlag anzunehmen, wenn dieser Antrag binnen max. 6 Monaten nach erster Verbeamtung gestellt wird (Öffnungsaktion)

Die Verbeamtung auf Widerruf für Anwärter und Referendare (Ausbildungsphase) nimmt an dieser Öffnungsaktion nicht teil.

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